Aufmacher
Rainer Maria Rilkes Duineser Elegien - der Dichter selbst hat sie als Höhepunkt seines Schaffens angesehen - und die Sonaten und Partiten für Violine solo von Johann Sebastian Bach, auch sie ein Meilenstein: Aus diesen beiden Zyklen hat Stephan Knies einen dichten Abend gewoben, den er in fast 100 Aufführungen in ganz Deutschland gespielt hat und nun im ITF auf die Bühne bringt.
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"Wer, wenn ich schrie, hörte mich denn aus der Engel Ordnungen"? Dieser berühmte Ausruf eröffnet die erste der zehn Elegien, die Rainer Maria Rilke als Zyklus nach dem Schloss benannte, auf dem er begann, daran zu arbeiten: Duino an der Adria. "Nur noch Gültiges, Dauerndes" dürfe er nunmehr sagen, schreibt er in der Entstehungszeit, und tatsächlich sind sie, abgesehen von den "Sonetten an Orpheus" und ein paar kleineren Gedichtsammlungen, sein letztes großes Opus. Ganz singulär in der Musikgeschichte stehen auch die Sonaten und Partiten für Violine solo da, die Johann Sebastian Bach in seiner Köthener Zeit geschrieben hatte - bis heute einzigartig und eine immer neue Herausforderung für jeden Geiger. Eine alleinige Aufführung der Elegien ist durch die Wucht und den unglaublichen Bilderreichtum eine auch für das Publikum sehr herausfordernde Sache, wie das auch für die Solowerke Bachs gilt - durch die Verschränkung der beiden Zyklen entsteht ein intensiver Abend (oder Nachmitttag), der in der Musik die Sprache und in der Sprache die Musik nachwirken lässt. Zur Aufführung kommen die Duineser Elegien 1-4 und 8-10, der Eröffnungssatz der Violisnonate in g-moll, die Sonate a-moll, und die Chaconne.

Künstler: Stephan Knies (Sprache, vl)

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