Das Internationale Theater

Hanauer Landstr. 5-7, 60314 Franfkurt/Main

Aufmacher
Eine Collage aus neun Monologen, entnommen aus Theaterstücken von acht bekannten Dramatikern:. Von Shakespeare und Lorca über Tschechow und Moliere bis hin zu türkischen Autoren, wie Haldun Taner und Bilgesu Erenus. 9 Schauspieler des Jungen Günes Theater, begleitet von Soner Kocyigit (p), stellen Personen dar, deren Rolle ihnen von der Gesellschaft zugewiesen ist. Müjdat Albak moderiert dazwischen und geht der Frage nach: Und was ist mit uns?"
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Die Relation zwischen dem Theater und dem reellen Leben ist von vielen Denkern und von Dramatikern eine sehr oft diskutierte und durchdachte Thematik. Der bekannte Spruch des großen englischen Lyrikers, Dichters und Dramatikers William Sheakespeare "Das ganze Leben ist eine Theaterbühne" beschreibt diese Relation seit dem 16. Jahrhundert höchst beeindruckend, jedoch sehr fassbar. Einer der modernistischen Theaterautoren des 20. Jahrhunderts Luigi Pirandello schrieb von Commedia Dell´Arte Masken ausgehend folgende These: "Jeder übernimmt die Rolle, die ihm die Gesellschaft zuteilt" und übertrug somit die oben genannte Theorie Shakespeares auf eine andere Hemisphäre und erschuf damit eine neue Disziplin namens Psychodrama.
In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurden die Grenzen der dramatischen Kunst, mit der Gefahr der kompletten Auflösung der Dramaturgie, von Avantgardisten ausgereizt um eine tatsächliche "Wirklichkeit" erschaffen zu können.

Das von den so genannten Avantgardisten inspirierte Günes Theater, das jahrelang in der Türkei und europaweit mit dieser Inspiration aktiv war, stellt sich die Frage: "Wie adäquat sind die Charaktere der Wirklichkeit?", wobei sie noch weitergehen und fragen: "Wie und warum müssen die Charaktere diese Rolle übernehmen?" Wir stellen diese Fragen im Tschechows Stück "Die Möwe" - in der Rolle der Nina - wie der Bezug des Schauspielers zwischen der Realität und der Rolle ist. Des Weiteren stellen wir Fragen in der Rolle des Hamlet, der zwischen Aktionismus und Antiaktionismus zweifelt. In seinem Plädoyer jedoch rät er allen Schauspielern vom Überspitzen einer Rolle ab. Moliers Harpagon stellt im Stück "Der Geizige" jeden, sogar sich selbst, als Lügner dar und deklariert, dass er beklaut wurde.

Ve Perde! ist in diesem Sinne eine ganz frische und aufregende dramaturgische Reise auf der Suche nach den Antworten mit internationalen Stücken.

Stücke und Autoren :
W. Shakespeare "Hamlet"
Anton Tschechow "Die Möwe"
Haldun Taner "Augen zu und los! ", "Kesanli Ali Legende"
Vasif Öngören "Wer rettet Asiye"
J. B. P. Moliere "Der Geizige"
F. G. Lorca "Mariena Pineda"
Yilmaz Erdogan "Hast du jemals Glühwürmchen gesehen "

Regie: Tülay Yongaci
Produktion: Günes Theater
Dramaturgie: Müjdat Albak
Darsteller des Jungen Günes Theater: Semiha Öz, Cihan Kulaber, Baris Akman, Ilker Parlaz, Hüseyin Honca, Meryem Kulaber, Belma Gümüstepe, Öznur Parlaz, Serpil Alkis, Cenk Ulas; Basak Gülergin, Derya Sahin.
Müjdat Albak (Moderation)

Preise
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AK = Abendkasse
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