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Frankfurter Hof, Augustinerstr. 55, 55116 Mainz

Aufmacher
Sein Leben war die Hölle, seine Konzerte sind grandios: Rhodes spielt
leidenschaftlich und erzählt schonungslos offen, warum die Klassik sein Leben gerettet hat. James Rhodes ist anders als andereKonzertpianisten. Selbst in einer Welt, wo sich klassische Musiker immer mehr zu extrovertierten Weltstars mausern, weil sie sich nicht mit Frack und Fliege an den Flügel setzen und mit ein paar wilden Frisuren angeblich zum „Punk“ werden, ist der Brite eine Ausnahmeerscheinung. Ja, auch er kommt in bester Bad Boy-Manier und mit T-Shirt und Turnschuhen auf die Bühne. Er hat sich den Namen Sergei Rachmaninoff in kyrillischen Buchstaben auf den rechten Unterarm tätowieren lassen, er trägt einen Dreitagebart und eine Hipsterbrille und raucht bevorzugt an öffentlichen Orten. Was aber viel mehr schockiert, ist seine Geschichte, die er in
seiner Autobiografie „Der Klang der Wut“ öffentlich gemacht
hat.
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Sein Leben war die Hölle, seine Konzerte sind grandios: Rhodes spielt
leidenschaftlich und erzählt schonungslos offen, warum die Klassik sein Leben
gerettet hat.
James Rhodes ist anders als andere Konzertpianisten. Selbst
in einer Welt, wo sich klassische Musiker immer mehr zu
extrovertierten Weltstars mausern, weil sie sich nicht mit
Frack und Fliege an den Flügel setzen und mit ein paar wilden
Frisuren angeblich zum „Punk“ werden, ist der Brite eine
Ausnahmeerscheinung.
Ja, auch er kommt in bester Bad Boy-Manier und mit T-Shirt
und Turnschuhen auf die Bühne. Er hat sich den Namen
Sergei Rachmaninoff in kyrillischen Buchstaben auf den
rechten Unterarm tätowieren lassen, er trägt einen
Dreitagebart und eine Hipsterbrille und raucht bevorzugt an
öffentlichen Orten.
Was aber viel mehr schockiert, ist seine Geschichte, die er in
seiner Autobiografie „Der Klang der Wut“ öffentlich gemacht
hat. Für den Bayerischen Rundfunk ist es „ohne Zweifel das
verrückteste Buch über die Segnungen der klassischen Musik,
das je geschrieben wurde“. Darin beschreibt Rhodes, wie er als Kind jahrelang von seinem
Sportlehrer vergewaltigt wurde, über seine Scham, wie er in späteren Jahren abstürzte,
Selbstmordversuche unternahm und in der Psychiatrie ruhiggestellt wurde. Im Buch erzählt er
aber auch, wie ihm die klassische Musik das Leben rettete – genauer gesagt ein Stück von
Johann Sebastian Bach, das Adagio von Bach-Marcello aus dem Oboenkonzert in D Moll BWV
974: „Wenn etwas so Starkes, so Schönes existieren kann“, sagt Rhodes, „dann kann ja nicht
alles schlecht sein. Da sagte ich mir: Okay, ich mach‘ noch ein bisschen weiter.“
James Rhodes spielt u. a. Beethoven, Chopin, Prokofjew und vor allem Bach und begeistert
damit auch ein jüngeres Publikum, das bislang wenig Zugang zur Klassik hatte. Und er spricht
über das, was er spielt, in einem unkonventionellen Ton, unverkrampft und voller Aufrichtigkeit.
Es spricht auch über sein Leben und die Schönheit der Musik, die lange Zeit wie ein guter Freund
für ihn war.
James Rhodes ist wirklich anders als alle anderen, er hat etwas zu erzählen. Und zu spielen.
Die Tour wird präsentiert von event und Kulturnews.