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Aufmacher
Cinéma Hildegard
Der rote Platz war mit russischen Brautpaaren weiss überzuckert, als Hildegard Lernt Fliegen bei Eiseskälte die Hemden wechselte. Posieren vor einer in die Jahre gekommenen Polaroidkamera. Eine Reise im November führte die Schweizer Band an Tische Thüringer Wirtsfrauen, in verwaiste Prager Bahnhofsgewölbe, auf Theaterbühnen Wiener Altachtundsechziger, und in eine ehemalige Sauna des Sowjets. Mit Zug und Bus, wenig Schlaf und viel Gepäck, mit Flugzeug und so gut es ging zu Fuss, war Hildegard Lernt Fliegen unterwegs. Und mit der Filmemacherin Michelle Brun und dem Tonmeister Martin Ruch, die jeden Schritt auf Leinwand bannten, jeden Ton in Wachs ritzten. Im Anschluss an diese russische Odysseee entstand eine vom Illustratoren Peter Baeder gestaltete wahre Wunderkiste.
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Cinéma Hildegard
Der rote Platz war mit russischen Brautpaaren weiss überzuckert, als Hildegard Lernt Fliegen bei
Eiseskälte die Hemden wechselte. Posieren vor einer in die Jahre gekommenen Polaroidkamera. Eine
Reise im November führte die Schweizer Band an Tische Thüringer Wirtsfrauen, in verwaiste Prager
Bahnhofsgewölbe, auf Theaterbühnen Wiener Altachtundsechziger, und in eine ehemalige Sauna des
Sowjets. Mit Zug und Bus, wenig Schlaf und viel Gepäck, mit Flugzeug und so gut es ging zu Fuss,
war Hildegard Lernt Fliegen unterwegs. Und mit der Filmemacherin Michelle Brun und dem
Tonmeister Martin Ruch, die jeden Schritt auf Leinwand bannten, jeden Ton in Wachs ritzten. Im
Anschluss an diese russische Odysseee entstand eine vom Illustratoren Peter Baeder gestaltete
wahre Wunderkiste. Hildegard Lernt Fliegen überflügelt sich auf ihrer ersten Liveplatte „Live In
Moscow“ selbst, was auch das russische Publikum lautstark goutierte - in Moskau klatschte sich ein
kometenhaft aufstrebendes Gitarrentalent vor Begeisterung gar die Hände blutig. Der Hörer findet sich
inmitten eines Moskauer Livekonzerts wieder, inklusive russischer Bargespräche.
Mit ihrem Film „Tales Wander“ zaubern Michelle Brun und Hildegard Lernt Fliegen aus einer Hand
voll rostiger Instrumente und ein paar Filmrollen ein russisches Wintermärchen. Väterchen Frost tanzt
mit dem Sennentuntschi um den fernen Kern der Sache.
Das Cinéma Hildegard ist eine Pappschachtel, die selbst Aladins Wunderlampe erblassen lässt.
Dieses Kino ist so gross wie die sibirische Taiga und wärmt wie sieben Flaschen Vodka. Cinéma
Hildegard ist ein mit russischen Brautpaaren überzuckerter Opernball, auf dem die Dead Kennedys
den Eröffnungswalzer spielen.
Bandbiographie
Längst hat das Sextett Hildegard Lernt Fliegen das Vorschulalter hinter sich. Im Sommer 2005
gründete der Sänger und Komponist Andreas Schaerer eine Band, die seitdem nicht mehr locker
lässt. Die Musik aus der Feder Schaerers entwindet sich jeder Beschreibung, wie die
Regenbogenforelle der Hand des Anglers. 2007 wurde sie dann aber doch erstmals an Land gezogen
und auf CD gebannt, erschienen bei dem Schweizer Label Unit Records. Die Presse überschlug sich
in Lobeshymnen, das Album ging über den Ladentisch wie sprechende Telefone und musste nach
wenigen Monaten nachgepresst werden.
Etliche Liter Raststättenkaffees, zahllose Autobahnkilometer durch die Schweiz, Österreich,
Deutschland und Slowenien und Myriaden gespielter Noten folgten. Das Publikum war begeistert,
ebenso die Fachjurys; Im Mai 2008 gewann Hildegard Lernt Fliegen den ZKB Jazzpreis. 2009 tourte
die Band unter den Fittichen von Suisse Jazz Diagonales durchs polyglotte Land._Die Liste der
Bühnen wurde länger und bunter. Nicht nur in Jazzclubs und Kleintheatern hisste die Hildegard ihre
Segel, auch gastierte sie bei zahlreichen Festivals, so z.B. am Jazznojazz Zürich, Cully Jazz, BeJazz
Winterfestival, Offside Festival Geldern, Suisse Jazz Diagonales, Langnauer Jazz Nights, Dresdner
Jazztage, Stanser Musiktage, u.a.m.
November 2009 war noch immer in keiner Weise an Füsse hochlegen zu denken, unablässig vom
„fernen Kern der Sache“ singend, brauste die Hildegard in Richtung Zukunft durch die Nacht. Das
zweite Album erschien als fantastisches Bilderbuch des Zürcher Illustratoren Peter Baeder, der bereits
seit dem Debutalbum als Haus und Hofmaler Hildegard ein Gesicht verleiht.
Ein charmant surreales Bühnenstück schuf Maria Sigrist mit dem ersten Hildegard Video Clip zum
Song "Seldom was covered with snow and an old oak".
Im Herbst 2010 fand Hildegard Lernt Fliegen in Russland eine neue Heimat. Zwei Wochen tourte
Hildegard durch eine Welt, die extra für sie gemalt zu sein schien. Mit an Bord waren die
Filmemacherin Michelle Brun und der Tonmeister Martin Ruch, die sich im Anschluss an die Tour
Monate lang wegsperrten, während sich die Band erneut in Deutschland, Österreich, der Schweiz und
Tschechien umhertrieb. Im darauf folgenden Herbst kehrte Hildegard Lernt Fliegen ins Reich des
Bären zurück, um den Tourfilm Tales Wander und die CD Live In Moscow „heim“ zu bringen.
Bandmitglieder
Christoph Steiner werkelt und produziert, spielt Schlagzeug, Schreibmaschine , Küchengeräte und
was nicht niet- und nagelfest ist. 1980 hat er das Licht des Winterthurer Herbstes erblickt und ist
seither von einer Geschäftigkeit, dass sich so mancher Zuschauer fragt, ob er während der
Hildegardkonzerte noch einen Gemischtwarenhandel betreibt. Freilich einen, in dem selbst die
schwindsüchtigste Maus eine P-Funk Party feiert.
Matthias Wenger ist Saxophonist und vollendeter Gentleman, der Schalk sitzt ihm im Nacken und auf
der Schulter die Muse. 1979 trat er auf die Bühne der Welt und verdingte sich die ersten paar Jahre
als Stehgeiger, so muss es gewesen sein. Er ist die Human Jukebox und ein Rumpelstilz
sondergleichen.
Marco Müller spielt den Kontrabass nicht, er ist mit ihm verzwirbelt und verwachsen, ein buckliges
Geknöt, das dampft und stampft, ein archaisches Wurzelgemüse, das groovt wie Santaclaus’
Motorschlitten. 1980 auf dem Heuboden eines Fribourger Bauernhofes zur Welt gekommen, ist er der
Atlas der Hildegard. Er trägt ihr Himmelsgewölbe auf seinen Schultern und bettet sie auf federndem
Stroh.
Andreas Tschopp ist ein Vogel im Posaunenpelz. Kurz nach seiner Geburt 1979 überholte er das
Zürcher Tram rechts, nahm Paganini die Vorfahrt und trällerte mit einer Amsel im Duett. Wer ihn nicht
liebt, liebt faulen Spinat. Er ist der sonnige Südpol der Band, bewahrt Ruhe in der Rush Hour und
feiert Vogelhochzeit wenn alle schlafen gehen.
Andreas Schaerer ist die fleischgewordene Staatsoperette. Der Staat wurde 1976 im Wallis
ausgerufen und schweigt seitdem nicht mehr stille. Was anderen als lästige Fliegen um den Hut
schwirrt, fängt Andreas Schaerer ein und orchestriert es. Vom Garderobenpersonal zum
Schnürmeister, vom Polsterer zur Bühnenfrau, vom Stellwerkbeleuchter über die Requisiteurin zum
Chefdirigenten, alle entspringen seinem Hirn und landen im Mund.
Benedikt Reising wurde 1978 in Basel geboren und hat seither so einiges an Rohren und Röhren,
gebogenen Metallen und rostigem Instrumentarium angehäuft, das er mit Nonchalance und Eleganz
auf der Bühne wieder ausbreitet. Mit einem Lächeln im Augenwinkel und einem Foxtrott in der
Hosentasche spielt er das Bariton als wäre es eine Dinnerparty