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Aufmacher




Die Kinderwerkstadt feiert ihren 50.
In den Gesellschaftsmodellen und Utopien der 68er-Bewegung spielte eine Revision der bis dahin dominierenden konservativen Pädagogik eine zentrale Rolle. Auch das ein Reflex auf den Mief, der nicht nur unter den universitären Talaren, sondern auch im Vorschul- und Schulbereich der 1950er und 60er Jahre herrschte. Schon 1968 entstanden in den studentischen Milieus Berlins und Frankfurts die ersten autonomen Kinderläden, die ein bewußt provokatives Gegenmodell zu den traditionellen konfessionellen und kommunalen Einrichtungen sein wollten. Im September 1969 gründeten dann 21 Väter und Mütter in Darmstadt den „Verein für nichtrepressive Erziehung“ Dieser Name sollte Programm sein.*
50 Jahre später heißt der Verein „Bessunger Kinderwerkstadt“ (seit 2007) und blickt als Projekt auf eine ebenso bewegte wie erfolgreiche Historie zurück. Heute werden sechs Betreuungseinrichtungen mit ca. 80 Kindern in Bessungen betrieben,  vier davon in der Knabenschule. Hier bewirkte der „nichtrepressive Verein“ mit seinem Einzug 1983 letztlich die Nutzung und Entwicklung dieses Hauses als sozio-kulturelles Zentrum. Jetzt wird aber all das gefeiert.
Am Nachmittag von 14.00 - 17.00 Uhr findet auf dem Gelände der benachbarten Jugendverkehrsschule ein Kinderfest mit Spielen, Spaß und Finderfood statt.
Ab 20.00 Uhr startet das Fest für die Erwachsenen. Ehemalige und heutige Eltern, Mitglieder, Freund*innen und hoffentlich ganz viele, die früher in einer der Gruppen betreut wurden. Es gibt ein kleines Kulturprogramm und anschließend ist viel Zeit zum gemeinsamen Erinnern, Wiederfinden, Essen und Trinken, Lachen und Tanzen.
*zum Nachlesen: Kerstin Hillringhaus: „Wir verändern die Welt!“ Die Kinderladenbewegung in Darmstadt nach 1968. Justus von Liebig Verlag Darmstadt 2012