Für diese Veranstaltung ist kein Internetverkauf möglich

Ihre Adresse wurde in die Benachrichtigungsliste aufgenommen
Anfahrtsbeschreibung (Ohne Gewähr)

Stadtkirche Darmstadt

Kirchstr. 11, 64283 Darmstadt

Aufmacher
»Ja, Judith Hermann erweist sich erneut als Stimmgeberin ihrer Generation. Sie durchdringt deren Heimatlosigkeit und schreibt von Sehnsucht nach Orientierung und Heimat in einer Zeit, die sich allzu gut auf Auflösung, Dynamik und Vergessen versteht.« Björn Hayer, Der Spiegel

In ihren neuen Erzählungen setzt Judith Hermann so konzentriert wie leicht die Worte, zwischen denen sich das unfassbare Drama der Existenz zeigt. Was geschieht, wenn wir jemandem begegnen? Wie nah können wir den Menschen sein, die wir lieben?
Durch einen Blick, eine Berührung entsteht eine plötzliche Nähe oder Menschen entfernen sich voneinander. Kinder, Exzentriker, ein Vater, der aus der Psychiatrie verschwindet – Menschen kreuzen unseren Lebensweg, begleiten uns, machen uns glücklich und bleiben unfassbar. Ein Fotograf betrachtet seinen Adoptivsohn, interessiert und distanziert, wie eines seiner Bildmotive, und seine Frau sieht diesen Blick. Vielleicht wird darüber alles zerbrechen. Ein alter Mann denkt an eine lange Reise nach Nantucket, die viele Jahre zurückliegt, zu Freunden, in ein Haus, das erst in Umrissen existierte. Walter hatte für ihn dieses Haus mit Worten in die Luft gezeichnet. Er glaubt sich an eine Umarmung zu erinnern, zum Abschied.
Judith Hermanns Figuren sind manchmal ganz schutzlos. Umso intensiver sind ihre Begegnungen mit anderen, geliebten, fremden Menschen. Diese Momente geschehen beiläufig, unaufgeregt und entfalten unter der Oberfläche eine existentielle Wucht.