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Stadtkirche Darmstadt

Kirchstr. 11, 64283 Darmstadt

Aufmacher
Der neue Roman: »Ashland & Vine«
Saint Louis, Missouri, 1935: Mit dem Mord an ihrem Vater, Rechtsanwalt und Gegner der Rassentrennung, endet jäh die behütete Kindheit der achtjährigen Jean Louise und ihres Bruders Jem. In der Lebensgeschichte der beiden Geschwister spiegeln sich die politischen Entwicklungen, die in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts Amerika tief gespalten haben: von der Kommunistenhatz der McCarthy-Ära über die erstarkende Bürgerrechtsbewegung zur Black Panther Party, Vietnam und dem Kalten Krieg. Als der Traum von einer gerechten Welt in immer weitere Ferne rückt, zieht sich Jean Louise in die Einsamkeit zurück. Bis eines Tages eine junge, alkoholkranke Frau vor ihrer Tür steht und ihre Hilfe braucht.
In seinem neuen Roman erzählt John Burnside die Geschichte einer Familie aus den amerikanischen Südstaaten: berührend und poetisch eindringlich.

Die Gedichte: »Anweisungen für eine Himmelsbestattung«
»Was für ein Glücksfall, dass gleichzeitig mit Burnsides Erinnerungsbuch jetzt auch sein (von Iain Galbraith so genau wie liebevoll übersetzter) Gedichtband »Anweisungen für eine Himmelsbestattung« erschienen ist, belegt er doch ebenso wie sein 2011 erschienener Gedichtband »Versuch über das Licht«, dass bei diesem Dichter Prosa und Poesie von gleicher Vollkommenheit sind, was im englischen Sprachraum zuletzt vielleicht nur bei Thomas Hardy der Fall war.« Peter Hamm, Die Zeit,
John Burnside ist ein Meister des unscheinbaren Augenblicks, in dem sich das abgründige Wesen der Dinge offenbart. Ob es die verstörende Betrachtung der Leiche eines Kojoten am Wegrand ist oder der Besuch des Berliner Spiegelkabinetts mit seinem Sohn, in dem das Ich plötzlich als schwindende, groteske Figur erscheint. Aber dann kann es auch sein, dass ein fliehender Hase, der über die großen Felder wegflitzt, den Dichter „sprachlos lässt, offen für Neues“. Burnside weiß: Was uns von den Dingen trennt, ist auch jenes „Leben, das niemals uns allein gehört, / das uns einschließt, bis alles / Chor ist“.

John Burnside, 1955 in Dunfermline, Schottland, geboren, ist einer der bedeutendsten schottischen Gegenwartsautoren. Er studierte Sprachen in Cambridge und lebt seit 1996 als freier Schriftsteller im schottischen Five. Seine Gedichtbände, Erzählungen und Romane wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. 2011 wurde Burnside für seinen Gedichtband Black Cat Bone mit dem T.S.-Eliot-Preis ausgezeichnet.Bianca Schamp moderiert und liest den deutschen Text

Bianca Schamp moderiert und liest den deutschen Text