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Stadtkirche Darmstadt

Kirchstr. 11, 64283 Darmstadt

Aufmacher
»Sweeney's poems are reflective, funny, supremely inventive and impeccably written. This is contemporary poetry at its very best« Charles Simic»

Als ich die Strickleiter hinaufstieg im Dunkeln, / wußte ich nicht, wohin die Reise ging, / nur eben dies: hinauf.« Wer sich Matthew Sweeneys Gedichten anvertraut, kann nie wissen, wo er landet, in Grönland oder im Inneren eines gigantischen Rotkohls, und ob nicht gleich eine Finnisch sprechende Krähe, ein singendes Pferd oder eine gläserne Meerjungfrau um die Ecke biegt. Wo immer die Strickleiter beginnt und wohin auch immer sie führt, Sprosse für Sprosse, Vers für Vers sind Sweeneys Gedichte von anschaulicher Handfestigkeit und sprachlicher Präzision, die noch das Unwahrscheinlichste bezwingend selbstverständlich erscheinen lassen. In seinem leichten, narrativen Ton erzeugt er das, was er selbst als »alternativen Realismus« bezeichnet. In diesem neuen Auswahlband zeigt Matthew Sweeney sich erneut als Lyriker von abgründigem Witz und zarter Melancholie, grandios ins Deutsche übertragen von Jan Wagner.

Matthew Sweeney, einer der bedeutendsten irischen Lyriker, wurde 1952 in Donegal, Irland, geboren. Zum Studium an der Polytechnischen Hochschule ging er 1973 nach London, 1977/78 folgte ein einjähriger Studienaufenthalt in Freiburg, wo er sich intensiv mit deutscher Literatur beschäftigte. Seit den frühen achtziger Jahren veröffentlichte er zahlreiche Gedichtbände.

Jan Wagner moderiert und liest die von ihm übersetzten Texte

Seit dem Erscheinen seines ersten Gedichtbands »Probebohrung im Himmel« im Jahr 2001 ist Jan Wagner als freier Schriftsteller, Herausgeber und Übersetzer aus dem Englischen und Amerikanischen tätig. Gedichte von ihm wurden in zahlreichen Anthologien (u. a. Der Große Conrady) und Literaturzeitschriften (Akzente, BELLA triste, Sinn und Form, Muschelhaufen) veröffentlicht. Als Kritiker verfasst Wagner Rezensionen für die Frankfurter Rundschau und andere Zeitungen sowie für den Rundfunk. Seit 2009 ist er Mitglied der Bayerischen Akademie der schönen Künste, seit 2010 der Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz, der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt und des PEN-Zentrums Deutschland. Mit Wagners Gedichtband »Regentonnenvariationen« erhielt erstmals 2015 ein Lyriktitel den Preis der Leipziger Buchmesse. 2017 erhielt er den Büchner-Preis. Nach »Rosa Milch« (2008) ist »Mond und Hund« der zweite Lyrikband von Matthew Sweeney, den Jan Wagner übersetzt hat. Außer Sweeney hat Wagner auch Gedichte von Charles Simic, Robin Robertson, Simon Armitage und anderen Lyrikern übersetzt.
»Er ist einer der virtuosesten Lyriker, die wir gegenwärtig haben. ... Was aber die Kunst von Jan Wagner ausmacht und was ihn zu einem nicht nur der virtuosesten, sondern gleichermaßen auch zu einem der bescheidensten zeitgenössischen Lyriker macht: Er ist jemand, der die klassischen poetischen Formen wie wenige andere beherrscht, der sich aber auch nicht scheut, diesen mit einer gewissen Ironie zu begegnen.« Wiebke Porombka, Die ZEIT