Kennedyhaus Darmstadt, Kasinostraße 3, 64293 Darmstadt

Buchvorstellung mit Danuta Gwizdalanka, Kolja Lessing, Matthias Barelkowski und Dr. Peter Oliver Loew und Konzert mit Werken von Karol Szymanowski: Kolja Lessing (Klavier) und Muzi Li (Violine)


Danuta Gwizdalankas Buch ist die erste Szymanowski-Biographie in deutscher Sprache. In einem abwechslungsreichen Programm stellt sie ihr Buch gemeinsam mit dem renommierten Geiger und Pianisten Kolja Lessing sowie der jungen Geigerin Muzi Li vor. Es sekundieren Matthias Barelkowski und Peter Oliver Loew.

Wer war der Schöpfer der ekstatischen Mythen und der rätselhaften Oper König Roger? Warum waren seine Werke für viele Jahrzehnte im deutschen Musikleben nicht präsent? Danuta Gwizdalanka zeigt Szymanowski in verschiedenen Rollen und Situationen: Mit der Familie - als liebenden Sohn und fürsorglichen Bruder. Unter Freunden - immer in Erwartung von Interesse und Hilfe. Unter den ihn (vergebens) anhimmelnden Frauen - und im dionysischen Gefolge "wunderbarer Jünglinge".

Besonders ausführlich kommen die langjährigen Kontakte Szymanowskis nach Deutschland zur Sprache - vom Debüt mit den Berliner Philharmonikern bis hin zur unfreiwilligen Verwicklung in den "Fall Furtwängler" dreißig Jahre später. Im Hintergrund der Erzählung über den narzisstischen Komponisten, dem die Natur sowohl riesiges Talent als auch die Abneigung zur regelmäßigen Arbeit mitgegeben hatte, erstreckt sich das Panorama Europas in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, ein Kontinent der Kriege, Revolutionen und Grenzverschiebungen.

Das Gespräch wird ergänzt durch eine Präsentation von Tagebüchern des Szymanowski-Schülers Zygmunt Mycielski, die Matthias Barelkowski herausgegeben hat.

Danuta Gwizdalanka: Der Verführer. Karol Szymanowski und seine Musik, Übers.: Peter Oliver Loew, 290 S. Wiesbaden: Harrassowitz 2017 (= Polnische Profile, Bd. 4)

Zygmunt Mycielski: Ein Aristokrat im kommunistischen Polen. Tagebücher eines Komponisten 1950 - 1970. Herausgegeben von Matthias Barelkowski. Wiesbaden: Harrassowitz 2017 (= Polnische Profile, Bd. 3)


In Zusammenarbeit mit der Chopin-Gesellschaft in der Bundesrepublik Deutschland e.V. und dem Polnischen Institut Düsseldorf