Making Heimat? - Bausteine eines Zuhauses

Offenes Haus, Rheinstraße 31, 64283 Darmstadt

Ibrahim Akbulut, Chef eines Dienstleistungsunternehmens in Darmstadt
Gespräch und Moderation: Jens Joachim, Frankfurter Rundschau, Redaktion Rhein-Main und Darmstadt


In Medienpartnerschaft mit der Frankfurter Rundschau greift die Evangelische Stadtakademie Darmstadt das Thema der Architekturausstellung in Frankfurt und der Architekturbiennale in Venedig "Making Heimat" auf und fragt, wie Integration neu zu denken ist. Inspiriert von der proaktiven Botschaft, "wir machen Heimat", "wir packen es an", sucht also die Werkstattreihe danach, wie Identität in der gesellschaftlichen Umbruchsituation zur persönlichen Stabilität und Sicherheit beiträgt und zugleich Neues integrieren kann. Sie bleibt in dem Spannungsfeld, wie sehr es gelingen wird, Heimat mit dem Werkstoff der eigenen Identität in eine andere Form zu bringen und "ein Haus zu bauen", das offen ist.

Die Frage nach dem Umgang mit Identität ist für die Zukunft des Zusammenlebens deshalb so entscheidend, weil Identität ein doppeltes Gesicht hat: Sie ist notwendig zur Stabilität der eigenen Person und Selbstvergewisserung im eigenen Lebensumfeld; und sie kann zugleich für andere wie für einen selbst gefährlich werden, wenn sie sich festzurrt und verhärtet. So wie sich Identität berechtigter Weise im Wunsch nach Geborgenheit, nach Schutz, Sicherheit und Vertrautheit im eigenen Lebensumfeld ausdrückt, so sehr wird sie für alle als Folge der globalen Veränderungen von Arbeit und Lebenswelt immer wieder in Frage gestellt und verunsichert. Eine klassische Reaktion ist der ausschließliche Rückzug in scheinbar sichere Terrains, die das Fremde ausschließen: Die eigene Ethnie, Nationalität oder Religion. Leider haben alle drei Identitätsmuster in der Geschichte bewiesen, dass der Versuch, so Identität zu bewahren, sich am Ende ins Gegenteil verkehren kann, nämlich in Feindschaft und Zerstörung. Das trifft für alle zu: Sowohl für die, die bereits hier leben oder die gerade zu uns kommen.

Die Veranstaltungsreihe beginnt mit Perspektiven zum Stichwort: "Integration neu denken" und fragt dann im Gespräch zwischen Moderatoren der Frankfurter Rundschau und im Stadtraum bekannte Persönlichkeiten mit Migrationshintergrund aus den Bereichen Handel, Wissenschaft und Kultur darüber, was "Making Heimat" für sie bedeutet und wie sich die "Bausteine" der eigenen Identität verändert haben.

Weitere Informationen unter Telefon: 06151-405280