Vortrag und Gespräch

Offenes Haus, Rheinstraße 31, 64283 Darmstadt

Referentin: Dr. Angelika Timm, Nahostwissenschaftlerin und Israel- Expertin, Berlin

Das israelisch- palästinensische Spannungsverhältnis prägt seit Beginn des 20. Jahrhunderts maßgeblich die Entwicklung des Nahen Ostens. Die Jahrzehnte des Konflikts waren durch Militanz und permanente Verstöße gegen Völker- und Menschenrechte gekennzeichnet, aber auch vom Streben der internationalen, regionalen und nationalen Politik nach einem friedlichen Ausgleich begleitet. In diesem Kontext gewann die Formel "Zwei Staaten für zwei Völker" zunehmend an Bedeutung. Angesichts der bis heute ungelösten Streitfragen bilden die bisherigen kompromissorientierten Denkansätze und Initiativen einen wichtigen Erfahrungsschatz für jedes künftige produktive Herangehen an den Konflikt.

Im Mittelpunkt des Vortrags von Angelika Timm stehen die Interessen der wichtigsten Akteure, die generellen Entwicklungstrends und reale bzw. verpasste Regelungschancen. Nachgefragt wird, inwieweit die bisher diskutierten Ein- oder Zwei- Staatenmodelle zukunftsträchtig sind bzw. welche anderen Optionen im nahöstlichen Konfliktmanagement denkbar wären. Grundlage ist dabei die Dokumentation "100 Dokumente aus 100 Jahren", in der Timm Teilungspläne, Regelungsoptionen und Friedensinitiativen im israelisch- palästinensischen Konflikt (1917- 2017) in ihrem jeweiligen historischen Kontext analysiert hat.

Eintritt frei, um eine Spende wird gebeten
Veranstalter: Evangelische Erwachsenenbildung und GCJZ

Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei