im Rahmen der Ausstellung "Der Mainzer Goldschmuck"

Hessisches Landesmuseum Darmstadt, Friedensplatz 1, 64283 Darmstadt

Aufmacher

Foto: Kirchliche_Schatzkammer, Mainzer Tasseln, Rheinland, Ende 10. Jh., Gold, Saphire, Amethyste, Perlen und Glas


Vortrag:
"Essen sein Schatz. Die ottonisch-salischen Kunstwerke des Essener Doms"
- Von Dr. Birgitta Falk, Leiterin der Domschatzkammer Aachen -
Dauer: 18.30 - 19.30 Uhr, Max. 80 Teilnehmer, Teilnahmekarten am Veranstaltungstag an der Museumskasse, keine Vorreservierung möglich.

Finder, Händler und Berater des "Mainzer Goldschmucks" verschleierten aus kommerziellen Gründen jegliche Angaben über die Herkunft oder den Fundort der Schatzstücke. So stehen die 24 Schmuckstücke vollkommen ohne Kontext und älterer Geschichte da. Dies macht ihre kunsthistorische Einordnung extrem schwierig und hat darüber hinaus immer wieder Anlass zu Spekulationen und romantisch verklärenden Herkunftstheorien gegeben. Im Gegensatz dazu stehen historisch gewachsene Kirchenschätze. Besonders die im ehemaligen Frauenstift Essen erhaltenen und erstaunlich gut historisch belegten Objekte dienen als Referenzwerke für eine Vielzahl an Kunstwerken des 10. und 11. Jahrhunderts und werden auch für die Einschätzung der Mainzer Schmucktücke herangezogen.


Zur Ausstellung:
"Ein Kunstkrimi aus der deutschen Kaiserzeit"

1880 wurde in Mainz bei Bauarbeiten ein äußerst umfangreicher Goldschatz mit aufwändigen, fürstlichen Schmuckstücken entdeckt. Bis auf eine große Adlerfibel, die heute im Mainzer Landesmuseum aufbewahrt wird, wurde der Schatz jedoch unterschlagen und gelangte nach Wiesbaden in den Kunsthandel. Von dort wurde er dem Darmstädter Baron Maximilian von Heyl verkauft. Der Schmuck wurde bald schon mit deutschen Kaiserinnen in Verbindung gebracht und sollte seinen Aufstellungsort im »Deutschen Museum« in Berlin finden. Eine Gruppe »patriotischer und vermögender Männer« erwarb den Schmuck und schenkte ihn zu diesem Zweck Kaiser Wilhelm II. Am Ende des Kriegs gelangte er in die Sowjetunion, wurde nach seiner Rückkehr restauriert und nach der Wende im wieder vereinigten Berliner Kunstgewerbemuseum in einem umfangreichen Projekt untersucht.

Die abenteuerliche Geschichte des wohl prominentesten mittelalterlichen Schmuckensembles, die Ergebnisse der Untersuchungen und seine heutige Interpretation sind die Themen dieser einmaligen Ausstellung, die zum ersten Mal alle Teile des Schatzes vereinigt.

Öffnungszeiten:
Dienstag, Donnerstag, Freitag: 10.00-18.00 Uhr
Mittwoch: 10.00-20.00 Uhr,
Samstag, Sonn- und Feiertag: 11.00-17.00 Uhr
(Montag, Heiligabend und Silvester geschlossen)

Dauer der Ausstellung:
8. Dezember 2017 bis 11. März 2018

Eintritt: 10 Euro / ermäßigt 6 Euro
inkl. Museum

Kontakt: Dr. Theo Jülich, Tel.: 06151 / 1657-002

Eine Kooperation mit:
Stiftung Preußischer Kulturbesitz Berlin, Kunstgewerbemuseum
Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz, Landesmuseum Mainz