Vortrag

Offenes Haus, Rheinstraße 31, 64283 Darmstadt

(Ev. Forum)

Aufmacher

Abb.: Ehem. Liberale Synagoge Darmstadt, Foto: Stadtarchiv Darmstadt


Auch im zweiten Halbjahr 2018 jähren sich viele Ereignisse, die von lokaler wie auch internationaler Bedeutung sind.
In Darmstadt sind wir besonders stolz darauf, das dreißigjährige Bestehen der Neuen Synagoge zu feiern. Sie ist Symbol und Mahnmal zugleich: Ein Symbol dafür, dass es 80 Jahre nach der Reichspogromnacht wieder eine blühende jüdische Gemeinde in Darmstadt gibt; ein Mahnmal, das an die ermordeten Juden in Darmstadt während des Nationalsozialismus erinnert und uns auffordert, jederzeit für Freiheit, Demokratie und Menschenrechte einzustehen.

Vor diesem Hintergrund, aber auch angesichts aktueller Ereignisse, wie etwa der antisemitischen Übergriffe in Berlin, stellt sich Darmstadt entschieden gegen jede Form von Rassismus, gegen Antisemitismus und Antiziganismus.

Mit der Veranstaltungsreihe für das zweite Halbjahr 2018 wird davor gewarnt und daran erinnert, was passieren kann, wenn zentrale Errungenschaften wie Demokratie, Freiheit und Bürgerrechte in Gefahr geraten.


Vortrag:
"Liberalismus und Orthodoxie im Judentum. Das religiöse Leben der Darmstädter Juden bis zur Zerstörung ihrer Synagogen"

Referentin: Stefanie Ebenritter, Griesheim (Architektin und Historikerin)

Mit Beginn der jüdischen Aufklärungsbewegung tat sich ein Konflikt zwischen den religiösen Strömungen innerhalb des deutschen Judentums auf, die in eine Spaltung zwischen gesetzestreuer Orthodoxie und liberalen Reformern mündete. Am Beispiel der jüdischen Gemeinschaft in Darmstadt in dem Zeitraum seit Mitte des 19. Jahrhunderts bis zur Reichspogromnacht kann man den Vorgang einer solchen Trennung in zwei Religionsgemeinden mit unterschiedlichen religiösen Ausrichtungen bis hin zu ihrer späteren friedlichen Koexistenz in der Nachkriegszeit aufzeigen.

Die Geschichte ihrer Entwicklung verdeutlicht, welche Veränderungen aus innerjüdischer Sicht, aber auch welche politischen und gesellschaftlichen Einflüsse von außen auf ihr Leben einwirkten. Sie stehen exemplarisch für die Gesamtentwicklung des jüdisch-religiösen Gemeindelebens in Deutschland.


- Um eine Spende wird gebeten -

Kontakt:
Tel.: 06151 / 13-35 83, E-Mail: interkulturell-international@darmstadt.de

Gemeinsame Veranstaltung mit:
Evangelische Erwachsenenbildung des Ev. Dekanats Darmstadt-Stadt,
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Darmstadt e.V.,
Kasinostraße 3 (Literaturhaus), II.Stock, 64293 Darmstadt

Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei