Vortrag

Schlösschen im Prinz-Emil-Garten, Heidelberger Straße 56, 64285 Darmstadt

Kunst, Geschichte und Literatur im Jahrhundert der Pest
Referent:Ulrich Forster, Bonn


Vor 700 Jahren, im Jahr 1313 n. Chr., ist in Florenz Giovanni Boccaccio geboren. Im Jahr 1353 vollendet er jenes Werk, das ihn zu einem Säulenheiligen der italienischen Literaturgeschichte machen sollte: Il Decamerone. Nur vierzig Jahre liegen zwischen diesen beiden Daten und doch gehören sie gewissermaßen zwei Epochen an, denn im Jahre 1348 hat eines der dramatischsten Ereignisse der europäischen Geschichte Florenz tiefgreifend verändert.

"Ich sage also, dass seit der heilbringenden Menschwerdung des Gottessohnes eintausenddreihundertachtundvierzig Jahre verstrichen waren, als in die herrliche Stadt Florenz, die alle anderen italienischen Städte an Schönheit überragt, die todbringende Pest gekommen ist"

So beschreibt Giovanni Boccaccio zu Beginn seines Decamerone den Einzug der Pest in der Stadt. Zwar wurde ganz Europa von dieser Seuche heimgesucht, kaum eine andere Stadt jedoch war so drastisch betroffen wie Florenz. Wohl mehr als zwei Drittel der Bevölkerung sind hier innerhalb kürzester Zeit gestorben - ein Aderlass von dem sich die Stadt Jahrhunderte lang nicht erholen wird.

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