"Wellen des Protests"

Hessisches Landesmuseum Darmstadt, Friedensplatz 1, 64283 Darmstadt

Aufmacher

Foto: Gustave Courbet, Une Vague (eine Welle), 1866, Öl auf Leinwand, Privatleihgabe, Foto: Wolfgang Fuhrmannek, HLMD


"Warum Gustave Courbets Wellenbild (1866) nicht nur ein Naturschauspiel ist..."

- Mit Dr. des. Jennifer Chrost, wissenschaftliche Volontärin -

Was verbindet Courbets Bilder von verfaulten Äpfeln, Forellen am Haken und Wellen? Purer Realismus oder legt sich nicht über sie auch eine weitere inhaltliche Ebene? Die Stimmung angesichts der politischen Lage, auch im Hinblick auf die eigene Situation, könnte ein weiterer Zugang zu den Werken sein.

In heutigen Zeiten, in denen die Presse nicht selten des Lügens bezichtigt wird, in denen Trump Wahrheiten unterbindet oder französische Karikaturisten aufgrund ihrer religionskritischen Zeichnungen angefeindet werden, ist die Vorstellung einer Zensur zwar weit entfernt von der Zerbrechlichkeit der Pressefreiheit, wie sie im 19. Jahrhundert zu Zeiten Gustave Courbets vorherrschte, aber dennoch präsent. Künstler wie Courbet schufen Bilder, die die Natur in ihrer Beschaffenheit und Erscheinung wiedergeben - und dies ist schon revolutionär - aber die Bilder sind nicht losgelöst von der Zeit und ihren Ereignissen zu sehen.

Museumseintritt, max. 25 Teilnehmer pro Führung, Teilnahmekarten am Veranstaltungstag an der Museumskasse, keine Vorreservierung möglich.

Eintritt: 6, ermäßigt 4 Euro, Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre frei.


Kontakt: Tel.: 06151 / 1657-000, E-Mail: info@hlmd.de