"Rembrandt"

Hessisches Landesmuseum Darmstadt, Friedensplatz 1, 64283 Darmstadt

Aufmacher

Bild: Rembrandt mit Saskia, 1636, Radierung, Hessisches Landesmuseum Darmstadt


Meisterwerke der Radierkunst aus dem Hessischen Landesmuseum Darmstadt

Rembrandt Harmensz. van Rijn (Leiden 1606 - Amsterdam 1669) verkörpert wie kein zweiter das Goldene Zeitalter des Barocks in der niederländischen Kunst. Anlässlich seines 350. Todestages feiert das Hessische Landesmuseum Darmstadt den Künstler mit einer Ausstellung seiner Radierkunst. Wie ein Jahrhundert vor ihm Albrecht Dürer den Holzschnitt und Kupferstich, so stellte Rembrandt die Radierung künstlerisch auf die Stufe seiner Malerei.

Rembrandt gelang es, seine Dramaturgie des Lichts in das schwarz-weiße Linienspiel der Radierung zu übertragen. Äußerst virtuos und mit unterschiedlichen Stilmitteln erarbeitete er seine druckgraphischen Blätter. Meist kleine, bisweilen aber auch bildmäßig große Formate zeigen die subtile Umsetzung von Licht und Schatten, Raum und Körpervolumen, stofflichen Eigenschaften und Atmosphäre. Meist waren die Bildthemen eigenständige Erfindungen, die der Künstler bisweilen nach Vorstudien, doch immer wieder auch frei in die Radierplatte ritzte. Mit seiner locker geführten Radiernadel konnte Rembrandt einerseits die Spontaneität einer Federzeichnung und andererseits malerische Qualitäten erzielen. Im druckgraphischen Medium ist Rembrandts Themenrepertoire weit größer und experimenteller als in seinen Gemälden. Es umfasst neben Porträts, Selbstbildnissen, biblischen und historischen Themen, Akte, Allegorien, Genreszenen und Landschaften. Rembrandts radierte Werke künden von größtem psychologischen Feingespür und lassen einen scharfen wie auch einfühlsamen Menschenbeobachter erkennen. Bereits zu Rembrandts Lebzeiten waren seine Radierungen begehrte Sammelobjekte und insbesondere ihnen verdankte er, dass sein Ruhm schon damals weit über die Grenzen seiner Heimat hinausgetragen wurde.

Das Hessische Landesmuseum Darmstadt besitzt eine bedeutende Sammlung von Radierungen Rembrandts in zum Teil exzellenter Druckqualität sowie einige Exemplare in unterschiedlichen Zuständen.

Der Vergleich verschiedener Druckzustände lässt teils drastische Überarbeitungen erkennen und belegt, dass das Radieren für Rembrandt eine intensive und spontane Arbeit war. Nahezu alle Blätter stammen aus "altem Bestand" und wurden vom Gründer unseres Hauses dem späteren Großherzog Ludewig I. bereits 1802/3 erworben. Wegen der Lichtempfindlichkeit der Papiere können diese Meisterwerke nicht dauerhaft ausgestellt werden. Daher ist es immer ein ganz besonderes Kunsterlebnis, Radierungen Rembrandts im Original betrachten zu können. Die Ausstellung zeigt etwa 110 Arbeiten aus allen Schaffensperioden und Themenbereichen und gibt damit einen umfassenden Einblick in Rembrandts druckgraphisches Werk.


Dauer der Ausstellung: 26. September 2019 bis 12. Januar 2020

Öffnungszeiten:
Di., Do., Fr.,: 10.00-18.00 Uhr,
Mi.: 10.00-20.00 Uhr
Sa., So. und Feiertag: 11.00-17.00 Uhr
Montag, Karfreitag, Heiligabend und Silvester geschlossen.

Eintritt: 6 Euro, ermäßigt 4 Euro, Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre frei.


Kontakt: Dr. Mechthild Haas, Tel.: 06151 / 1657-050