"Rettet wenigstens die Kinder" - 80 Jahre danach: die Kindertransporte von 1938/1939

Offenes Haus, Rheinstraße 31, 64283 Darmstadt

Nach den Novemberpogromen 1938 konnten etwa 20.000 jüdische Kinder aus Deutschland, Österreich und der Tschechoslowakei gerettet werden, indem sie mit so genannten Kindertransporten ins Ausland gebracht wurden. Etwa die Hälfte von ihnen kam nach England.

Referentin: Angelika Rieber, Historikerin und Autorin, Oberursel, Herausgeberin des Ende 2018 erschienen Sammelbandes »Rettet wenigstens die Kinder. Kindertransporte aus Frankfurt am Main - Lebenswege von geretteten Kindern«, berichtet in Vortrag und Lesung über die Kindertransporte und stellt die Lebensgeschichten geretteter Kinder und die Schicksale ihrer Familien vor (mit Fotos).

Auch aus Darmstadt sind jüdische Kinder durch Kindertransporte vor der Ermordung bewahrt worden, so Emmy Sigall, Max Gerhard Neu sowie die drei Söhne des "Rechtskonsulenten" der Jüdischen Gemeinde Benno Joseph. Ruth Bratu (geb. Theiner) aus Prag ist zusammen mit ihrer Schwester Esther ebenfalls durch einen Kindertransport gerettet worden. An sie und andere werden an dem Abend in Kurzbiographien erinnert.

Veranstalter: Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Darmstadt, Kasinostr. 3, 64293 Darmstadt und Evangelische Erwachsenenbildung Darmstadt, Rheinstraße 31, 64283 Darmstadt

Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei