Jüdische Lebensgeschichten aus Griesheim 1658- 1940

Literaturhaus, Kasinostraße 3, 64293 Darmstadt

Alexander-Haas-Bibliothek, Osteingang, II. Stock

In Griesheim ließen sich die ersten jüdischen Familien nach dem 30- jährigen Krieg nieder. 1933 lebten noch 85 Juden hier. Die Quellen zeigen, dass sich auch die Griesheimer in den Bann des Antisemitismus ziehen ließen. Mobbing, Boykott und wirtschaftlicher Ruin, Gewalt, Willkür, Verhaftung und Verfolgung, Berufsverbot, Vertreibung, Einweisung, Vernichtung mussten die Juden erfahren. Sie flohen in die Großstädte oder ins Ausland. Einige Familien wurden ausgelöscht, einige haben den Holocaust überlebt. Ihre Biographien führen Einzelschicksale vor Augen. Vom Erlass des Tragens eines Davidsterns auf der Kleidung ab 1. September 1941 war in Griesheim niemand mehr betroffen.

Die erste Namensnennung eines Juden in Griesheim findet sich in einem Rechnungsbuch. In so genannten "Judenmatrikeln" werden die Geburten, Heiraten und Sterbefälle der Juden dokumentiert. Mit Abbildungen der originalen Archivalien aus Griesheim wird in dem Buch die Geschichte der Griesheimer Juden illustriert.

Die Autorin Heike Jakowski M.A. stellt das Buch vor und führt damit in das Gespräch ein.


Kontakt:
Tel.: 06151 - 52 08 107 E-Mail: info@alexander-haas-bibliothek.de


Veranstalter:
Alexander- Haas- Bibliothek der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Darmstadt, Kasinostr. 3, 64293 Darmstadt

Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei