"Ernst Moritz Engert und die Darmstädter Sezession. Der Bogenschütze als Emblem der Avantgarde"

Kunst Archiv Darmstadt e.V., Kasinostraße 3, 64293 Darmstadt

Aufmacher

Bildnachweis: Porträt Ernst Moritz Engert beim Scherenschnitt, Berlin 1930er Jahre


Dauer der Ausstellung: 8.09. bis 13.12.2019
Öffnungszeiten: Di, Mi, Fr 10-13, Do 10-18 Uhr


Der Scherenschneider Ernst Moritz Engert (1892-1986) war ein großer Kommunikator und Vermittler zwischen den Kunstszenen: als junger Mann gehörte er als prägende Figur den Bohèmekreisen von München, Berlin und Bonn an, knüpfte Kontakte, nahm an Ausstellungen teil und inszenierte Schattentheater: er war ein gesuchter Porträtist, arbeitete als Buchillustrator und Bühnenbildner. Sein besonderes Werk beschrieben die Kunstjournalisten der Zeit in den oft bibliophilen, kurzlebigen Zeitschriften um 1920.

1919 kam er nach Darmstadt und wohnte bei seinem Freund, dem Dichter Hans Schiebelhuth, den er bereits 1912 in München kennengelernt hatte. Engert wurde Mitbegründer der Darmstädter Sezession und nahm an allen großen Ausstellungen der Künstlergruppe teil. Mit dem Signet des "Bogenschützen" schuf er ein signifikantes Zeichen für die neugegründete Darmstädter Sezession. Sein Scherenschnitt "Judith" schmückte das erste Heft der spätexpressionistischen, politisch orientierten Zeitschrift "Das Tribunal - Hessische radikale Blätter", die 1919 von Carlo Mierendorff in zwei Jahrgängen herausgegeben wurde.

Die Ausstellung zeigt einen großen Querschnitt aus Ernst Moritz Engerts Werk um 1920 aus privatem und musealem Bestand. Parallel dokumentiert ein zweiter Ausstellungsteil die Gründung der Sezession 1919/1920 und stellt rund 30 Künstler in Biografie, Porträtfoto und einem Werkbeispiel vor, die im Sezessionsgründungsmanifest namentlich genannt, an der ersten Ausstellung in der Kunsthalle Darmstadt 1919 oder an der großen Expressionismus-Ausstellung 1920 auf der Mathildenhöhe vertreten waren.

Kontakt:
Kunst Archiv Darmstadt e.V., Kasinostr. 3, 64293 Darmstadt, Telefon: 06151 291619

Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei