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Heimat? Leitkultur? Nation? Patriotismus?
Thea Dorn will diese Themen nicht den Rechten überlassen. „Dürfen wir unser Land lieben? Dürfen wir es gar „Heimat“ nennen? Falls ja: Was meinen wir damit? Das Fleckchen Erde, auf dem wir zufällig geboren wurden? Die Kultur, die uns geprägt hat? Den Ort, an dem wir unseren Lebensunterhalt verdienen? Das soziale Netz, das uns auffängt, wenn wir straucheln? Den Staat, der uns eine liberale, demokratische Verfassung beschert? Wenn aber jeder unter „Deutschland“ etwas anderes versteht, von wem reden wir dann, wenn wir „wir“ sagen? Und hat Patriotismus heutzutage überhaupt noch eine Chance?
Seit Jahren streiten wir, und der Ton wird rauer: Befördert die Rede von Heimat und Verwurzelung oder gar Patriotismus ein rückwärtsgewandtes, engstirniges Denken, das über kurz oder lang zu neuem Chauvinismus, Rassismus und Nationalismus führen wird? Oder ist das Beharren auf unseren kulturellen, historisch gewachsenen Besonderheiten in Zeiten von Migration, Globalisierung und Technokratisierung nicht vielmehr Grundbedingung dafür, jene weltoffene Liberalität und Zivilität zu wahren, zu der das heutige Deutschland ja inzwischen längst gefunden hat?
Anknüpfend an Themen, die sie bereits in ihrem Bestseller „Die deutsche Seele“ (zusammen mit Richard Wagner) erkundet hat, wendet Thea Dorn sich nun den aktuellen Schicksalsfragen unserer Gesellschaft zu – differenziert, unaufgeregt und dennoch leidenschaftlich. Also wahrlich genug Stoff für einen diskursiven und spannenden Lesungs-Abend.
Thea Dorn, geboren 1970, studierte Philosophie und Theaterwissenschaften in Frankfurt, Wien und Berlin. 2011 veröffentlichte sie „Die deutsche Seele“, eine enzyklopädische Kulturgeschichte des Deutschen von Abendbrot bis Zerrissenheit. Seit März 2017 ist sie festes Mitglied im 'Literarischen Quartett'. Thea Dorn lebt in Berlin.
Veranstalter: Schmökerstube Roßdorf in Kooperation mit der Bessunger Knabenschule