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55116 Mainz Kaiserstr. 56

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KONZERT 1-20

Francis Poulenc (1899–1963)
Quatre motets pour un temps de pénitence

Heinrich Schütz (1585-1672)
Matthäuspassion (1666) SWV 479

Georg Poplutz (Evangelist)
Christian Wagner (Jesus)
Bachchor Mainz
Leitung: Ralf Otto

Ein Orchester in symphonischer Dimension, ein vielstimmiger großer Chor, mindestens vier Solisten, klanggewaltige Momente, mitreißende Wendungen, dramatische Klänge wie in Filmmusiken – das erwarten wir von einer Komposition, die die Geschichte der Passion und des Sterbens von Jesus Christus erzählt. Weit gefehlt! Nicht, dass dem Dresdner Hofkapellmeister ein solches gigantomanisches Ensemble nicht zur Verfügung gestanden hätte. Aber es hat ihn nicht interessiert, er hat darauf verzichtet: Ein Evangelist trägt die Worte des Matthäus-Evangeliums vor, ein Bassist die Worte Jesu, einige weitere Vokalsolisten andere Rollen, ein vierstimmiger Chor, der zwischen Publikum, Beteiligten und Kommentator wechselt. Nicht mehr! Dennoch birgt diese Komposition einen interpretatorischen Kosmos, der bei aller scheinbaren Einfachheit eine berückende Ausdrucksdimension schafft.

Francis Poulenc bezieht sich in seinen vier Passionsmotetten nach Karwochen-Texten, die vom Leiden und Sterben Jesu berichten, auf bedeutende Vorbilder der Musikgeschichte. Nach 1938 entstanden, findet Poulenc in diesen Vokalsätzen zu einer eigenen, emotional tief berührenden Musiksprache aus der Tradition der Motetten Orlando di Lassos und Bachs in der Verbindung mit Stilelementen seiner Zeit, die uns die Werke heute noch modern erscheinen lassen.

Kostenfreier Einführungsvortrag um 18.30 Uhr im Chorsaal der Christuskirche

Kartenvorverkauf unter 0700 – 22 24 24 67