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ORATORIENKONZERT

Aufmacher
JOHANN SEBASTIAN BACH "JOHANNESPASSION"
mit Texten ("Die Freiheit, die Fesseln trägt")

Anna Nesyba (Sopran), Ulrike Malotta (Alt), Johannes Gaubitz (Tenor), Bertold Possemeyer (Bass), Markus Flaig (Bass), Till Krabbe und Andreas Mach (Sprecher)
Bachchor der Erlöserkirche
Orchester auf historischen Instrumenten
Leitung: Susanne Rohn

€ 35.- (32.-), 25.- (22.-), 17.- (14.-), 11.- (8.-)

"Die Freiheit, die Fesseln trägt": Unter diesem beziehungsreichen Titel führt der Bachchor die Johannespassion von Johann Sebastian Bach auf. Zwischen die einzelnen Teile dieses Werks, das zu den bedeutendsten und ergreifendsten Werken der Musikgeschichte gehört, werden Texte aus den Akten des Prozesses eingefügt, den der NS-Volksgerichtshof in Berlin, geleitet von Roland Freisler, am 10. Januar 1945 gegen den Protestanten Helmuth James Graf von Moltke und den Katholiken Pater Alfred Delp SJ führte. Beide Widerstandskämpfer wurden wegen ihrer konsequenten, unbeugsamen christlichen Haltung hingerichtet. Moltke und Delp dachten darüber nach, wie ein sich auf sittliche und demokratische Grundsätze zurückbesinnendes Deutschland in einer Zeit nach Hitler entstehen könnte - dieser Vorwurf rechtfertigte in den Augen Freislers ein Todesurteil.

75 Jahre nach dem Tod der beiden Märtyrer verknüpft die szenische Aufführung der Johannespassion, die der Theologe Pater Klaus Mertes SJ und der Schauspieler Till Krabbe konzipiert haben, den Prozess Jesu vor Pilatus mit dem Prozess gegen jene aufrechten Männer im unmenschlichen Naziregime. Klaus Mertes schreibt dazu: "Die Gewöhnung an Bachs großartige Komposition kann dazu führen, die Passion lediglich als kulturelle Preziose zu rezipieren. Die Erschütterung, die das Werk auslösen soll, kann nur wiederholt werden, wenn es nicht bloß wiederholt wird."

Zu dieser Veranstaltung findet ein Einführungsvortrag durch Pater Klaus Mertes SJ statt (in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Bad Homburg):
4. April, 19.30 Uhr: Unterkirche der Erlöserkirche