Preise
VVK AK
VVK = Vorverkauf
AK = Abendkasse


Über den ztix Sicherheitsserver

bestuhlt, freie Platzwahl:

30.50 €

0.00 €
Anfahrtsbeschreibung (Ohne Gewähr)

Frankfurter Hof, Augustinerstraße 55, 55116 Mainz

Aufmacher
22. Akut-Festival 2.Tag

Zur Schönen Aussicht, Mia Dyberg Trio, Jaimie,Branch

Das AKUT-Festival hat seit nunmehr über 30 Jahren seinen festen Platz in der Festivallandschaft. Hier findet ein frei und sperrig gedachter Jazz sein Zuhause, hier werden Grenzgebiete ausgelotet, Neues und Traditionsreiches kombiniert. Namhafte Musiker, wie Peter Brötzmann, Louis Sclavis, Alexander von Schlippenbach, Gianluigi Trovesi, Heiner Goebbels & Alfred Harth, Elliott Sharp, Joachim Kühn, The Necks, Nik Bärtsch’s Ronin, Fred Frith und viele andere standen in Mainz auf der Bühne.

An diese Tradition knüpfen wir auch dieses Jahr wieder an. upArt e.V. freut sich, auch dieses Jahr wieder ein 2-tägiges AKUT-Festival ankündigen zu können. Ein besonderer Dank geht dafür an den Kulturfonds, der das mit seiner finanziellen Zuwendung ermöglicht hat und dies zudem auch eine besondere Wertschätzung unserer ehrenamtlichen Tätigkeit ist.

So können alle Freunde des Jazz und Besitzer (m/w/d) offener Ohren sich auch dieses Jahr auf ein tolles Programm freuen, wie immer unter der Prämisse, deutsche und internationale Künstler der etablierten und Newcomer-Szene zu präsentieren. Am ersten Tag scharen sich die Trios ums Klavier und am 2. Tag dominiert das 'Gebläse'.An beiden Tagen starten wir um 19:00 Uhr und freuen uns auch auf die gute Akustik im Frankfurter Hof zu Mainz!


Zur Schönen Aussicht (D)

Paul Berberich: Saxophone
Joachim Wespel: Guitar
Florian Lauer: Drums

Mit Zur Schönen Aussicht kommen drei junge Musiker der "Dresdner Schule" zu uns; Baby Sommer schaut ihnen dabei keck über die Schulter. Mit traumwandlerischer Sicherheit spielen sie ihren fetten Trio-Sound. Dabei geht es mit rasant wechselnden Tempi und überraschender Dynamik über Schleichwege, Panorama-Promenaden und Parcours.
Als Zuhörer staunt man und wird mitgerissen in eine Klangwelt voller Kuriositäten. Eine hoch konzentrierte, spannungsgeladene und zugleich entspannte Musiziersituation, deren Energie sich mitteilt und den kunstvollen Balanceakt der Drei zwischen durchkomponierten Themen und improvisatorischer Interpretation auf das nächste Level hebt, voll Leidenschaft, mit Fantasie und - natürlich - jenem handwerklichen Können, welches das Musizieren auf diesem hohen Niveau erst möglich macht.


Mia Dyberg Trio (DK, AT)

Mia Dyberg: Saxophone
Asger Thomsen: Double Bass
Rudi Fischerlehner: Drums

Mit dem Mia Dyberg Trio kommt eine junge, aufregende Altsaxophonistin nach Mainz, die mit ihren zwei Begleitern einen unvergesslichen und zum Nachdenken anregenden freien Jazz erschafft. Beeinflusst vom Beatautor William S. Burroughs, dem schonungsloser Erzähler, bringt das Trio seine Inspiration auf den Punkt und ist in Bezug auf Klarheit eindeutig.

Die geschickte Phrasierung und Tonflexibilität der Saxophonistin drücken eine Vielzahl von Stimmungen und Texturen deutlich aus, und ihre melodische Vorstellungskraft sorgt dafür, dass jede Geste emotional bewegt. Mit reaktionsschnellen Interaktion und einer ausdrucksstarken Spielweise liefert das Trio ein beeindruckendes Feeling. lDie Stücke fangen die nachdenkliche Melancholie ein, die man erleben kann, wenn ein langer Abend Spaß macht. In dieser Freilaufmusik ist klar, dass Dyberg, während sie der Vergangenheit zustimmend zunickt, unerschütterlich in die Zukunft blickt.

Jaimie Branch "Fly Or Die" (USA)

Jaimie Branch: Trumpet
Lester St.Louis: Cello
Jason Ajemian: Bass
Chad Taylor: Drums

Zum Abschluss spielt die Band Fly Or Die der Trompeterin Jaimie Branch. Bis vor einiger Zeit noch ein Geheimtipp, so galt sie beim letztjährigen Jazzfest in Berlin als die Entdeckung.
Ursprünglich im Punk und Grunge verwurzelt, fand sie mit Ornette Colemans Album "The Shape of Jazz to Come", mit dem Trompeter Don Cherry ihren Zugang zum Jazz.
Durch den Rückhalt in der Freejazzszene Chicagos, insbesondere Fred Anderson, entwickelte sie ihren eigenen Stil.
Mit der unkonventionellen Besetzung Trompete, Cello, Bass und Schlagzeug trumpft ihr Quartett nun mit einem exquisiten, akustisch geprägten Klangbild auf.
Klar konturierte Melodien, die den Ausgangspunkt für bisweilen eruptive Durchführungen und Fortschreibungen bilden, mit feinem Gespür für Spieldramaturgie, Dynamik und Klanggestaltung.
Fly or Die, entweder - oder. "Im Jazz ist alles möglich", sagt sie.