Brahms Violinkonzert / Dvorak Cellokonzert
Heidelberger Landstraße 155
64297 Darmstadt
Das Violinkonzert von Johannes Brahms und das Cellokonzert von Antonin Dvorak gehören zu den beliebtesten Solo - Konzerten überhaupt. Diese beiden sehr bekannten Werke in einem Konzert zu spielen, ist nur mit zwei außergewöhnlichen Solisten möglich. Gesine Kalbhenn-Rzepka, die Konzertmeisterin des Frankfurter Opern- und Museumsorchesters und Simon Kalbhenn, Solo-Cellist der Sächsischen Staatskapelle Dresden, treffen sich in Darmstadt, um diese beiden Hits des Konzert-Repertoires zu präsentieren.
Johannes Brahms war die letzten zwei Jahrzehnte seines Lebens eine führende Persönlichkeit der internationalen Musikszene und wurde als Pianist, Dirigent und Komponist bewundert und verehrt. Zahlreiche Auszeichnungen und Ehrenmitgliedschaften wurden ihm verliehen, was Brahms mit den Worten kommentierte: „Wenn mir eine hübsche Melodie einfällt, ist mir das lieber als ein Leopolds-Orden.“
Im sogenannten Musikstreit gehörte Brahms zu den Gegnern der Neudeutschen Schule, die die Programmmusik von Franz Liszt und Richard Wagner als musikalischen Fortschritt propagierte. Brahms war Traditionalist und bevorzugte, was er „dauerhafte Musik“ nannte: eine Musik, die dem historischen Wandel durch ihre spezifische Qualität entzogen sei.
Altmodisch war er nicht. Schon über seine erste Sinfonie notierte er: „Nun möchte ich noch die vermutlich sehr überraschende Mitteilung machen, dass meine Sinfonie lang und nicht gerade liebenswert ist.“ Auch bei den weiteren Sinfonien arbeitete Brahms mit Harmonien, die das Publikum nicht nachempfinden mochte. Eine Klavierprobe des ersten Satzes der komplexen vierten Sinfonie kommentierte Eduard Hanslick mit den Worten: „Den ganzen Satz über hatte ich die Empfindung, als ob ich von zwei schrecklich geistreichen Leuten durchgeprügelt würde.“
Das Violinkonzert op. 77 ist für heutige Ohren harmonisch, wohl proportioniert und zeigt eine anziehende Balance zwischen Dramatik und Entspannung.
Das Cellokonzert h-Moll, Opus 104, von Antonín Dvořák ist eines der berühmtesten Cellokonzerte und gehört zu Dvořáks bekanntesten Werken. Es ist eines der wichtigsten Stücke des Violoncello-Repertoires.
Im September 1892 trat Dvořák eine Stelle als Direktor des National Conservatory of Music in New York an. Die Stelle war mit 15.000 Dollar jährlich dotiert und damals ein attraktives finanzielles Angebot für Dvořák. Seine Frau, seine Tochter Otilie und sein Sohn Antonín begleiteten ihn. Die anderen vier Kinder kamen für die Sommermonate 1893 in die USA, die die Familie in dem tschechisch geprägten Spillville in Iowa verbrachte.
Das Cellokonzert wurde zwischen dem 8. November 1894 und dem 9. Februar 1895 in den USA komponiert. „Eigentlich“ mochte Dvorak das Cello nicht. Er beschrieb es so: „Ein Stück Holz, das oben kreischt und unten brummt.“ Das sollte sich ändern. Nachdem er das sehr lyrische Cello-Konzert seines amerikanischen Komponisten-Kollegen Victor Herbert gehört hat, begann er mit einem eigenen Cello-Konzert. Johannes Brahms soll nach dem Lesen der Partitur ausgerufen haben: „Warum habe ich nicht gewusst, dass man ein Cellokonzert wie dieses schreiben kann? Hätte ich es gewusst, hätte ich schon vor langer Zeit eines geschrieben!“ Das Konzert wurde 1896 in London uraufgeführt.
Die Solisten:
Das Bessunger Kammerorchester freut sich sehr, zwei außergewöhnliche Musiker, die Geschwister Gesine Kalbhenn-Rzepka und Simon Kalbhenn, als Solisten für das Doppelkonzert für sich gewonnen zu haben.
Gesine Kalbhenn-Rzepka ist Konzertmeisterin im Frankfurter Opern- und Museumsorchester, Simon Kalbhenn ist an der Semperoper Solocellist der Sächsischen Staatskapelle Dresden.
Sonntag,27.09.2026, Christuskirche Darmstadt-Eberstadt, 17.00 Uhr
Johannes Brahms Violinkonzert in D-Dur op. 77
Antonin Dvorak Cellokonzert in h-Moll op. 104
Bessunger Kammerorchester
Jan Hansen, Leitung
Bessunger Kammerorchester
Heidelberger Landstraße 155
64297 Darmstadt
